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Dienstag, 21. April 2015

Todos huntos EU!

Eine gut ausgestattete Armee patroulliert das Mittelmeer, fängt die Boote ab, rettet die Leute, bringt sie zurück.

Eine gut ausgestattete Taskforce geht nach Lybien, fängt die Idioten ab, bringt die Leute in sichere Hütten, sichert die Erstversorgung.

Erste Schritte.

Man rede mit dem Herrscher von Marokko.


Mittwoch, 1. April 2015

Amok Cheese Cake

Bin zurück! Weiter gehts!

Die NRA wird sich doch zufrieden in den Lounge Chair zurück lehnen. Dies ist ein freies, mit mindestens 200 Milionen Waffen kontaminiertes, Land. The Land Of The Free. Yeah, baby, we are the strong hold! Und das da mal ein paar Kids drauf gehen, das kam ja nun wirklich überraschend. Ist allerdings bedauerlich. Hätte nicht passieren dürfen. Ist auch nicht mit dem OK Corral vergleichbar.

Und bloß nicht alle Waffen einsammeln – so wie z.b. in Libyen – und den freien Verkauf verbieten. N bisschen Schwund ist immer.

Sind die US bald auf Talibanniveau angelangt?!

Wie kommt eigentlich eine verdammte Grundschullehrerin dazu, sich zwei Handfeuerwaffen im Haus zu halten?!

Aber da sind wir doch – trotz unseres WaffG – gar nicht soweit in der kulturellen Differenz befindlich, wenn ich mich recht erinnere. In unseren gottverfluchten Schützenvereinen, kann man sich auch den zuhausigen Schrank mit Pistolen, Revolvern und Munition füllen. Zur Freude unserer durchgeknallten Kids.

Es ist noch Suppe da für das Pferd auf dem Flur!

Mittwoch, 14. November 2012

Neues aus der Anstalt vom 13.11.2012: Respekt!

hakkensack zieht den Hut, verbeugt sich respektvoll und denkt, das Der Scheibenwischer mehr als würdig-geniale Nachfolger gefunden hat.

Das ist Grimmepreis!

Mal sehen, wie lange die aus der Zwangsabgabe finanzierten Entscheidungsträger des ÖR (=Dumpfnasen) dieses Modell aushalten.

Samstag, 15. September 2012

Yzer, Yzer, Mene Tekel Ut Parsin!

Oh, nein. Die Pharmawanze?! Steigt wie Phönix aus dem Aschepfännchen eine leicht abgehalfterte Tante auf – um als Berliner Wirtschftssenatorin zu reüssieren. Henkel, Henkel, Dein Gesicht hat Pinscherfalten.

Yzer, alte Flunkerin, Dein Nico ist unser Heilmann. Du bist nur ne Pille. Ne Pyllzer. KMU und Kreativ, lässte alles unten machen, wa. Varenhorn, Walter, die machen das schon.

Christa Thoben, ick hör Dir trapsen!

Nee, sie hatte damals nicht genügend Unterstützung von Diepgen. Und von Obernitz hatte gar nicht mitgekriegt, dass sie Senatorin war. Nee, die dachte wahrscheinlich, also, diese ungehorsamen alten Säcke. Ab in die Ecke. Schämen. Klappte nicht. Ein Kleindümmchen markierte die Zuchtmeisterin. Hat das feminine Führungssystem mal wieder nicht hingehauen.

Dieses allzeitige Lied der Klage. Von Obernitz ist ja auch nicht zurückgetreten. Braun auch nicht. Beide haben sich durch Witzel-Wowi entlassen lassen. Aber bei vO immerhin: 70.000 Steine. Kein schlechter Schnitt.

So rum geht das! Ich meine, wie gesagt, finanziell! Gott, der Prosecco ist ja wieder nicht wohl temperiert. Johann, da müssen wir aber noch dran arbeiten!

Und Cornelia? Mein Liebes, das hier ist KMU, Klein-spin-off und Creativ - und Schering ist out!

Wer zur Hölle ist eigentlich bei SenBildung für den Technologietransfer zuständig?! Nur falls die IBB mal fragen sollte, was denn die Scheres-Administration zu neuen Ideen außerhalb von Krippen- bis Jugendbewegungen meint?!

Und die Stadt tanzt leise Tango ... da-damm-da-damm!

Montag, 18. Juni 2012

Herdprämie – Frau Schröders kleiner Horrorladen!

Ein ungläubiger Thomas – und ich heiße noch nicht mal Thomas – vertraut mitnichten der erzieherischen Kompetenz unserer Prenzlauischen Kinderwagenschieb-Bürgersteigblockier-Fraktion. Und den mentalschimmeligen Restexistenzen, die sich da als engagierte Legegemeinschaft artikulieren, auch nicht.

Njet! Nicht 1 Jota!

Früher, ja früher, da war alles besser. Da ist doch mein Vater noch fürn Groschen auf dem Bremer Freimarkt Karussell gefahren. So etwa 1930.

Früher, ja früher, da war alles anders. Da hat meine Ex-Frau noch ne Elterngruppe zuhause verpflegt. Und ich den Abwasch abends nach der Arbeit gemacht. So etwa 1984.

Heute, ja heutzutage, noch mit dem gefakten Idyll der 50er  - ggf. der 80er -zu kokettieren, zeugt einmal mehr von der kompletten Unfähigkeit regierender Volksvertreter Realität zu gestalten.

Männer und Frauen kommen zwischen 20 und ca. 40 ohnehin nur selten miteinander klar, geschweige denn noch mit der Zusatzaufgabe Kind. Diese verantwortungslosen Ego-Existenzen auch noch zusätzlich zu pampern, anstatt die Kohle in angemessen ausgestattete Kitas zu investieren? Wie doof denn noch?!

Ja, ich weiß, es geht immer noch dööwer in dieser Republik! Da sei doch die SPD vor!!

Schluss mit dem Mama-Titten-Fabulon.

Es ist eine Lüge. Die Herdprämie ist der letzte verzweifelte Aufstand retardierender Politbürger, die nicht erkennen wollen, dass die Müllwoge der Geschichte über ihre ovulatorischen Imaginationen hinweggegangen ist.

Gott ist tot! Mein Gott noch mal! Wie oft denn noch?!

Donnerstag, 7. Juni 2012

Keep On Running - Die Schneiderskala

Wenn ich mit einer Lebensgefährtin telefoniere, bekomme ich idR 1 Freischuss von ca 180 s. Danach äußert sie irgendetwas Bestätigendes, um dann zum Rapport über das Ganz-Große-Ganze aus ihren alltäglichen Wallungen anzusetzen.

Ich brumme dann positiv, sage 'Donnerwetter' oder 'Das kann doch nicht wahr sein', 'Da hast Du völlig recht', Ja, kann ich auch nicht verstehen...', und fertige nebenbei meine to-do für den kommenden Tag. Da müssen Schuhe zur Absatzerneuerung gebracht werden, mein Sohn benötigt Geld in Form einer Überweisung, ich muss für die Geliebte noch ne Fahrradpumpe kaufen, für den Ficus bei ihr im Schlafzimmer wird ein größerer Topf benötigt (ich notiere am Rande Ikea oder Holländer?), und zur Packstation muss ich noch, wg. der neuen Armbanduhr.

Und es brabbelt fröhlich vor sich hin. Alle 5 Minuten versuche ich einen Einwurf, aber, ob ich sie vielleicht mal ausreden lassen könnte, und summ-summ-summ, stiefelt der nach Außen gerichtete 'Innere Monolog' unablässig ins Nirvana. Also, das fünffache Haften am Irdischen ist Leiden, sayz Buddha. Aber der hatte auch kein Problem mit ner Fahrradpume. Oder dem Blues.

Alles ist gut. No problem. Die Welt ist alles, was der Fall ist.

Wieviel Punkte machst Du? Auf der Schneiderskala zwischen 1 und 10? Unter 3 bist Du raus aus der Szenerie.

3 bekommst Du, wenn sie nicht auflegt und Du morgen zum Kaffeetrinken oder Aufbocken zugelassen wirst. Oder Kinderwagenschieben, vielleicht 180 Minuten warten beim Klamottenkauf: (idR 1 Shirt): gut ist sie, wenn sie Dispens gibt, das Du in nem Café warten kannst – und nicht gegenüber den Umkleidekabinen, meine handhabt das so, da bin ich dankbar.

Weiter: Face To Face / Telefon / Mail / Chat /:

Während sie mich mit einem ununterbrechbaren Strom an polyvalenten semantischen Details versorgt, betont sie, wie sehr sie die Ruhe doch braucht, und das, wenn wir denn nächstes Jahr vielleicht zusammenziehen – und wir sind jetzt schon gemeinsam 108 Jahre alt und brutto 20 Jahre zusammen – sie unbedingt …

Klar, Liebling, habe ich zugestimmt, so machen wir das, Hauptsache der Kühlschrank wird nicht zu klein dimensioniert. Come rain, come shine. Ja, aber, da sollte ich doch …

Der Punkt ist, das man den letzten Halbsatz noch im Gedächtnis behalten muss. Dadurch bewahrt man sich diese putzige Variante einer postulierten Satisfaktionsfähigkeit.

Und ergattert auf der Schneiderskala mindestens einen Punkt, wenn nicht 2.

Die gehirnliche Grundlast muss laufen. Natürlich gekapselt unter dem überall wohlfeil gebotenen Seelenpanzer.

10 Punkte sind auf der Schneiderskala erreichbar: das Maximum gewinnt man jedoch nur unter völliger Selbstaufgabe indem man sich in einen haltlos stummelnden Protoplasmaklumpen metamorphorisiert, was jedoch der Partnerin in der Regel nicht recht ist, es sei denn der Protoplasmaklumpen ist noch erektionsfähig.

Gut, haha, ein bischen überspitzt formuliert, gleichwohl ist es zweckdienlich immer so auf ca. 5 bis 6 Punkte der Schneiderskala zu kommen. Das ist auch unter Hintanstellung diverser, unwichtiger Emotionalverfahrensverfahren nicht gänzlich unmöglich zu erreichen, sondern eine recht realistische Entwicklungsperspektive, vor allem, wenn man im Schnitt nur bei 4 herumdümpelt.

Ich nehme mal zu folgendem Bild Zugriff:

man stelle sich eine Kreuzung aus kuscheligem Meerschweinschen, flüchtigem Einhorn, giftiger Viper, einem Latte Macchiato schlürfenden Marder, einer schuhverliebten Panzerechse und einem sich ad Infinitum wiederholendem Anrufbeantworter, vor, der vor einem etwa 400 cm breiten und ca. 200 cm hohen, gefüllten Kleiderschrank steht und verzweifelt ächzt, er hätte nichts anzuziehen.

Na, funktioniert das Bild?

Wenn ja, dann hast Du erstmal 2 Punkte auf der Schneiderskala.

Wenn nicht, hast Du die Wahl zwischen Gestaltherapie und Puff. Und keine Punkte.

Tipp: friedliche Bereitstellungen erreicht man auch durch Zubereitung von Rinderrouladen (immer 120 Minuten: EINKALKULIEREN!) (bei Veggies macht man Crespelle). Wichtig sind nur folgende Parameter: excellenter Rotwein für die Sauce, und : die Rouladen klein halten: aus 800 macht man 6. Sie geht unweigerlich nachts naschen. In die Sauce ein bisschen Zucker,die Füllung aus Pilzen und Senf, bisschen Gurke, damit konterst Du die Schweinefleischantihaltung – und kleine (das ist wichtig!) kleine Klöße dazu.

Die Dame schmilzt wech'...! Gibt idR 6 Punkte auf der Schneiderskala.

Nachhaltigkeit ist natürlich wichtig. Und Judo! Die Prinzipien des Judo. Ganz wichtig.

Dienstag, 5. Juni 2012

Come on Baby light my fire

Mir fehlt es zur Zeit an zündenden Ideen aus unsrem fraktalisierten polotischen Raum. Mutti is done – und Gabriel sollte wieder gebrauchte Autos verkaufen.

Das ineffiziente Labeling von Themen allgemeiner Wichtigkeit durch die politischen Akteure hört jedoch nicht auf. Barbipuppen auf der Rennbahn.

Anstatt unser Staatswesen verantwortlich zu gestalten, verlieren sie sich in Dummbeuteleien und der Optimierung den achtsamen  Bürger zu täuschen, und zu belügen, um ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Zum Beispiel Elterngeld:

Die Reflexionsarmen faseln von Eltern- oder Kindergeld – wobei ich sehr dafür bin, dass schon die Zweijährigen dem unsäglichen Einfluss ihrer mental-nebulösen Erzeuger_innen entzogen werden, was diese Mischpoke, angefangen von den kiffenden, saufenden Hartz-IVern (Lebensbewältigungsfähigkeit etwa auf dem gleichen Niveau, allwo die Neanderthaler dem Cromagnon final begegnet sind) bis hin zu den funktionsgepressten Young-Urbun-Professionals (deren mentale Reichweite zwischen der armselig imaginierten Kuschelseligkeit der frühern 60er und einer minimalistischen Prog-Rock-Karrierevision der ausgehenden 80er oszilliert) an sozialisatorischem Unheil anrichten, ist ja alldar öffentlich und im Bekanntenkreis zu bewundern.

Dafür aber, diesen intellektuell längst Dahingeschiedenen auch noch Geld zu bewilligen, um ihren haltlosen Psychodramen noch ungehinderter Realität zu verleihen, fehlt mir nun jegliches Verständnis.

Am Ende kommen doch sowieso höhere Sozialkosten dabei raus: Polizisten, Sozialarbeiter, Schließer, Juristen, usw. müssen bezahlt werden. Ebenso Journalistinnen, die berichten. Und gerade diese - in der Regel quäkende Jungfrauenstimmen (Jungfrau ist hier metaphorisch gemeint) - braucht kein Mensch, jedenfalls nicht im Radio, morgens um 0700.

Was soll das Halbe also? Dann doch lieber gleich in die Krippe, klare Verhaltensansage – und Erzieherinnen kosten eh nicht soviel.

Bitte, stoppt die Verblasung dieses geistigen Verpackungsmüll.

Noch mal: normalerweise würde man schwarz-rot-gelb-grün-orange teeren und federn – nein, Scherz, aha, - aber, konzentriert euch.

Bringt halbwegs vernünftige Vorschläge – und nicht so einen Scheiß wie der Oberpriester der Gelben Zombies Freitag wieder abgelassen hat. alles gesichert, alles gut. Dieser Rösläpp ist doch nicht ganz dicht!

Verdammter Quacksalbaderer!

Dienstag, 3. Januar 2012

Hello Again!

Am 31.12.2011 begann es gegen 16:00 zu krachen. Ca. ab 19:30 verkroch sich der etwa 20 Monate alte Kater unter der Überdecke. Da wir beide starke Raucher sind, beschloss meine Rothaarige um etwa 22:00 die Terrassentür zu öffnen.

Filou schnupperte kurz - und entschwand.

Der akustische Kriegszustand entwickelte sich in Wilmersdorf stetig. Insbesondere hart und laut knallende Explosivgeschosse, die ich in dieser Deutlichkeit in den vergangenen Jahren nicht wahrgenommen hatte, liessen uns über dem 78er Heidsiek zucken.

Der Kater ist verletzt! Nein, sagte ich, der turnt durch den Garten und versteckt sich; Alles gut!

00:00 wir gelobten uns Besserung im gegenseitigen Umgang. Mehr Toleranz! Kein Kater.

Wo ist die nächste Tierklinik?

Ich weiß nicht, und wenn, ich bin betrunken, ich kann nicht fahren.

Sie zog sich den Mantel über, striff mit der Taschenlampe durch den Garten: FILOU! FILOU!

Kein Filou.

01:15. Ich wäre gefühllos. Schon vor 3 Jahren hätte ich in einer SMS gesagt ... ich argumentierte nicht.

01:56. Wir gehen ins Bett, lassen natürlich die Terrassentür angelehnt. Etwas später ist die Bettseite neben mir leer. Ich geh pinkeln, und höre aus dem Wohnzimmer: "Ah, mein kleiner Scheißer, ahh, bist du mein Liebling?! Du bist doch mein Liebling! Ahh ...".

Ich rollte mich wieder ein.

Katzen sind Katzen, und Männer und Frauen sind: das weiß kein Mensch!

Samstag, 24. Dezember 2011

Umgängliche Arschlöcher vor Heiligabend

In Berlin regnete es am 22. Dezember 2011, wir haben gefühlte acht Grad Celsius und isch mach disch Messer, Alldar, ist sicherlich ein beherzenswertes Motto, dem man nur allzu gern im Vollzug des alltäglichen Handelns, z.B. beim Einkaufen, der Lektüre von Spiegel-online, und auch gegenüber dem kämpfenden Mitbürger folgen möchte, wenn es sich denn um die Ergatterung eines kostbaren Parkplatzes handelt.
Nur, dass es sich bei dem besagten Mitbürger um den ehrenwerten Nachbarn handelt, der sich gerade am Kadettenweg wie eine Wildsau im freien Wald benimmt, stellt man erst fest, wenn man ausgestiegen ist, deutlich entschlossen diesem Neandethaler in die Schnauze zu hauen, dann den ESFS-Fond zu erörtern und danach – tja, das danach unterbleibt im Fantasienfluss, des durchschnittlich begabten mitteleuropäischen Hirnrest.
Viele Mitbürger verfügen ja leider über keinen Hirnrest, und dürfen trotzdem wählen.
Man tut ja sowas eigentlich auch nicht. Und schon gar nicht zur Zeit der Sonnenwende. Die Tage werden wieder länger, Leute. Zwar gibt es nur minutenweise mehr Licht, doch die Musik hört sich aus den Ohrstöpseln schon ganz anders - positiv vibrierter - an. Da haut man doch dem Typen, von dem man sich gestern noch die Pfeffermühle geliehen hat, nicht einfach mit der geballten Faust ins Gesicht.
Auch wenn die Drecksau es hundertfach verdient hätte. Er hat den Parkplatz geklaut. Und überhaupt, dieser Pfeffer war eh' minderer Qualität. Wahrscheinlich von Lidl, oder so, und nicht aus den Hochlanden. Rot angelaufen saß der Arsch in seinem Billigauto, son Skoda, oder sowas. Deswegen kann sich der Hund wahrscheinlich sein Angeberbike leisten.
Wir beschlossen nachher im Wolle's Eck gemeinsam ein paar Pils zu vernichten.
An den Fenstern und Balkonen glizterten die Lichterketten. Manche funkelten in blau, rot, grün und manche erstaunlicherweise gelb. Zuckende Tannenbäume, dienernde buntscheckige Engel und sogar ein kackendes Känguruh.
Freundlich lächelnd winkte ich Herrn Müller zu, bestieg wieder meinen X3, um noch 20 Minuten zu kreiseln. Nur wegen diesem Arschloch, von dem ich mir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Pfeffer mehr pumpen würde.
Bei Wolle blieben wir dann doch ein paar Augenblicke länger, und Müller hat mir viel erzählt, was ich, Gott sei Dank, vollständig vergessen habe. Und ich habe ihn auch ordentlich vollgelogen.
Wir sind dann später gemeinsam nach Hause gekrochen, gepeinigt von diesen unerträglich hellen Lichterkaskaden, die von Fenstern und Balkonen auf uns niederprasselten. Aber wir haben es geschafft. Er schloss die Haustür auf, ich hielt sie mit der rechten Körperseite geöffnet, damit Müller hineinfallen und ich auf ihn drauf stolpern konnte. Hatten wir ganz gut hinbekommen, und noch ein wenig siegreich gelacht. Kurz danach krochen wir getrennte Wege in Richtung Weihnachten.
Mal sehen, was das nächste Jahr so im Treppenhaus bringt.
Aber ich weiß jetzt, er ist genau wie die Anderen. Alles nur Arschlöcher. Oft umgängliche.


Dienstag, 20. Dezember 2011

Frauen, Männer und Bohnensuppe – aus der Erschöpfungsgeschichte

Nun, das hier wird etwas länger, muss jedoch zur Erhellung angemerkt werden.
Ich habe nichts gegen Bohnenuppe! Ein sehr vielfältiges Gericht: serbische Bohnensuppe mit den dicken,weißen Bohnenkernen; Birnen, Bohnen und Speck mag man im norddeutschen Raum sehr gern – ein gehaltvolles Gericht, da wird auch gerne mal eine Kelle mehr genommen, wie man bei WULFF!WULFF! sieht und hört; grüne Bohnen mit Lammfleisch, Suppengrün und Kartoffeln; grüne Bohnen mit Schwein und Curry; der Probabilitäten sind viele.
Aber warum kommen drei Frauen, die sich nur flüchtig bekannt sind, fast zeitgleich zum Jahresende darauf, dass sie Bohnensuppe bereiten, und essen wollen. Mit ihren zu diesem Topic leicht gleichgültig gestimmten Partnern? Was treibt diese so unterschiedlich geprägten Existenzen zu den Bohnen?
Nachfolgend die Fallskizzen
Meine Lebensgefährtin hat letzte Woche beschlossen und verkündet, dass es am 2. Weihnachtsfeiertag einen Bohneneintopf mit Lamm zu geben hätte, nachdem ich bei der allfälligen, nun, Diskussion kann man das eigentlich nennen, auf ihre Frage, was wir denn kochen könnten, ein Lammgericht vorgeschlagen hatte, welches sich zugegebenermaßen durch einen etwas erhöhten Komplexitätsgrad in der Zubereitung, aber gleichwohl eine Vielfalt von Aromenerlebnissen während der Verspeisung auszeichnet.
Ach, rief sie begeistert aus, da machen wir doch eine Bohnensuppe mit Lamm, das ist dann auch nicht so aufwendig!
Gut, so kann man das natürlich sehen – und die Sache war entschieden.
Bohnensuppe am 2. Weihnachtsfeiertag, wie gesagt.
Heute abend nun, kommunizierte mir mein nicht blutsverwandter Halbbruder, dass der ihm vom Schicksal zugeteilte weibliche Fluch angeordnet hätte, dass zwecks Würdigung der Wintersonnenwende am 23.12., gegen 18:00 h, mit Taschenlampen versehen, um die Krumme Lanke zu wandern wäre, wenn sie denn schon im Grunewald behufs dieses Zweckes, kein Feuer anzünden dürfte, was er ihr, mit Hinweis auf ggf. unwillig reagierende Revierförster, die sich dann u.U. polizeilicher Hilfestellungen bedient hätten, ausgeredet hatte.
In diesem Zusammenhang hatte die Ehrenwerte Gefährtin auch verkündet, sie beabsichtige mit 1 Topf selbstgekochter Bohnensuppe bei ihm vorbei zukommen, den sie dann, nach erfolgreicher Umgehung der Krummen Lanke, gedenke, auf seinem Herd zu erwärmen.
Mein Halbbruder, eingedenk der zu leistenden Beziehungsarbeit, und dass er sich wahrscheinlich trotz Taschenlampen etwa drei mal an der Krummen Lanke auf die Fresse legen würde, hat dem ganzen Unterfangen selbstverständlich mit der angemessenen Begeisterung zugestimmt. Vor allem natürlich auch wegen der in Aussicht gestellten Atzung. Er mag Bohnensuppe.
Dann, heute, gegen 22:00 h rief mich mein Compadre Lohmann an. Er lebt in einem dieser Bundesländer außerhalb von Berlin – man kann das natürlich machen – und nachdem wir uns ein Weniges über das Konzert der THEM CROOKED VULTURES im Rockpalast, die letzte Veröffentlichung von JOHNNY WINTER ausgetauscht hatten, fragte er – völlig aus heiterem Himmel - um Rat nach einem indischen Bohnensuppenrezept.
Ich wollte eigentlich sofort auflegen; allein, wir sind schon zulange befreundet, und er merkte dann an, dass seine Angetraute zum Sylvesteressen sich gerne entlasten würde, und anstelle des geübten Buffets der Familie lieber eine schicke Bohnensuppe, nein, nicht kochen, das macht der Compadre, aber, kredenzen würde, und ob ich nicht …. (das Buffet hatte der Compadre in den vergangenen Jahren auch gemäß ihren creativen Impulsen angerichtet).
Ich gab auf!
Ich schoss ihm drei erprobte Varianten aus meiner Rezeptdatenbank hinüber.
Danach löschte ich – soeben - sämtliche Rezepte, in denen Bohnen als Basics auftauchten.
Ich werde am 26.12.2011 diese Bohnensuppe mit Lamm kochen und essen.
Sollte allerdings jemand im Rahmen von Gender und/oder Diversity Studien, oder auch nur im Gespräch mit mir, auf die Relation von weiblichen Personen und Bohnensuppe – oder Bohneneintopf – zu sprechen kommen, und insistieren, dass ich an seinem Diskurs teilzunehmen hätte, weil, ich solle mich nicht so anstellen, und so wichtig wäre das doch nicht, und wie ich das sehen würde, werde ich unnachsichtig Gründe finden, diese Person – oder Personin – bis an das Ende ihrer Tage, unter Einsatz aller zur Verfügung stehenden Rechtsmittel wegen Einschränkung meiner Persönlichkeitsrechte, Missachtung der Menschenwürde und insbesondere Stalking, usf., zu verfolgen, und ihrer gerechten Strafe zuzuführen.
So wahr mir jenes höhere Wesen, das wir verehren, helfe!